Irene Winkler

Werkauswahl
Portrait Irene Winkler
Das künstlerische Schaffen von Irene entspringt dem tiefen Bedürfnis, der Komplexität menschlicher Identität, Wahrnehmung und innerer Vielfalt eine sichtbare Form zu verleihen.
Nach der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2014 und einer prägenden Lebenskrise schlug ihr Weg eine radikale, schöpferische Richtung ein: Die Diagnose einer Dissoziativen Identitätsstörung (ehemals multiple Persönlichkeitsstörung) wurde zum Wendepunkt und Katalysator für ein intensiv ausbrechendes künstlerisches Werk. Die Malerei wuchs aus dem Überlebenswillen heraus zur Sprache – zu einem Raum, in dem das Unerklärliche Gestalt annimmt.
Im Zentrum ihrer Arbeit stehen intuitive Malerei sowie das Bemalen von Aktzeichnungen. Der Körper – als Schauplatz von Erinnerung, Schmerz und Transformation – dient dabei als Leinwand für innere Zustände. Die intuitive Herangehensweise erlaubt es ihren unterschiedlichen inneren Selbstanteilen, sich farblich und figürlich auszudrücken. So wird die Oberfläche zum Dialogfeld zwischen Bewusstem und Unbewusstem,
zwischen Trennung und Verbindung.
Vor dem Hintergrund ihrer Tätigkeit als Neuropsychologin versteht Irene ihre Kunst nicht nur als individuelle Aufarbeitung, sondern als enaktiven Erforschungsraum von Bewusstsein und Identität. Ihre Werke laden den Betrachter ein, den Blick für die feinen Nuancen der menschlichen Psyche zu schärfen und die Schönheit der vielschichtigen
inneren Welten zu entdecken.
Ausstellungen
21.08.-21.10.2024 im “open space” des open art Museum in St. Gallen
07/2022 Cover Artist im kalifornischen FROM/OUTSIDER ART MAGAZIN issue 9
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